Ausgabe 2

 

BAERENBURGER AUSGABE

 

1 Groschen

 
 

FREIBIER!

Es ist soweit! In wenigen Tagen feiert die Saufhalle Einschenker ihr 5jähriges Bestehen. Freibier, -wein und -weib sind angekündigt, also kommt,  all ihr Siffer da draußen!

SPANDOWER IN BAERENBURG?

In letzter Zeit häufen sich die Gerüchte, dass schwarzgerobte Hexer der Zitadelle von Spandow sich in den Ruinen des Schuttlands und gar in einigen Kiezen herumtreiben. So erzählte ein im Niemandssiff lebender Staublaurer einem unserer Dachschleicher, dass zwei dieser Gesellen aus der Zitadelle seine gesamte Klugge ausmerzten:
"Flammende Kugeln schleuderten sie wie aus dem Nichts und meine Kameraden vergingen in feurigen Explosionen, gleich den Feuern der Hölle!"
Auch im Säuferkiez sollen sich ein paar dieser Spandower aufgehalten haben, kurz bevor dieser den Flammen zum Opfer fiel - bester Beweis dafür, dass sie Unglück bringen. Aus dem Kreuzmannkiez erhielten wir ebenfalls die Meldung, dass sich einige von ihnen dort niedergelassen haben. Was wollen sie hier, diese Ketzer?

KRÜPPLERS KOPFGELD ERHÖHT

Paul Hartmann, besser bekannt als der mütterschändende Krüppler und  Siffermörder vom Schlitzerkiez, konnte bislang noch immer nicht gefasst werden. Inzwischen hat der "König" von Neuhölln das Kopfgeld auf ganze

30 Kreuzmark

erhöht. Zieh Dich also besser warm an, dreckiger Krüppler.

 

 

RACHEENGEL FACKELT KIEZ KOMPLETT AB!

Eine Katastrophe hat das Schuttland erschüttert - der Säuferkiez, Sitz der berühmten Rindl-Brauerei,  ist restlos niedergebrannt und den Flammen zum Opfer gefallen!

Vor wenigen Tagen schwärzte dicker Rauch den Himmel über Baerenburg und inzwischen ist es traurige Gewissheit: Der Säuferkiez im südlichen Restteil der Stadt ist vollständig niedergebrannt - wie immer blieb nur die Asche. Offenbar hat niemand die Feuerhölle überlebt, die Zahl der Opfer dürfte sich auf über 1000 Siffer belaufen, der Herr sei ihrer Seelen gnädig.

Kurz darauf vermeldete der Reichsgrund, dass es den unablässigen Bemühungen der heiligen Mutter Kirche zu verdanken sei, dass einer der gefürchteten Racheengel besiegt und zum Absturz gebracht werden konnte, worin die Ursache für die Katastrophe liegen soll: "Wir haben lange und hart dafür gebetet. Der Aufprall war natürlich verhehrend, doch er traf die Richtigen", so der Sprecher des Bischofs von Baerenburg. "Der Engel stürzte am Abend in den sogenannten Säuferkiez, in dem Gerüchten zufolge Wahnsinn und Verderbtheit herrschten, wie man es sonst im übrigen Siff kaum zu finden vermag."

 

GUT SOLD

Schlagkräftige Siffer für eine kurze Reise durchs Schuttland in den Kreuzmannkiez gesucht, um ein paar dummen, diebischen Mistkerlen die Fresse zu polieren. Großzügige Bezahlung - meldet Euch bei Klatscha im Rachloch.

EILMELDUNG

Unbestätigten Gerüchten zur Folge suchen Inquisitor Gaius Scheiterbrand und seine Häscher einen völlig dem Irrsinn verfallenen Literaten der sich Viator nennt. Seine Pamphlete und Manuskripte sorgen seit geraumer Zeit im Baerenburger Siff und wohl auch im Reichsgrund für gehörige Belustigung aber auch allgemeine Unruhe. Scheiterbrand vermutet den selbsternannten "Chronisten" im Willmehrkiez im Umfeld der Pissestrasse. Da unklar ist, woher der Gesuchte sein hautähnliches Pergament bezieht, sollten brave Kiezer keinesfalls eigenmächtig handeln!

GASSENGEFASEL

Zu den Sündmohnkrawallen und dem Massaker im Schlitzerkiez gibt es neue Gerüchte. So heißt es beispielsweise im Kreuzmannkiez, dass die Rosenkreuzer für den Tod des Siffers Manfred Macher verantwortlich sind, dessen Bleibe durch eine Zündbombe dem Aerdboden gleichgemacht wurde. Dabei soll angeblich auch eine große Menge an Sündmohn vernichtet worden sein.

Ferner behaupten diese aberwitzigen Stimmen, dass dadurch die komplette Sündmohnversorgung Baerenburgs in Mitleidenschaft gezogen wurde. Schon klar, Kreuzmannkiezer.

Doch es wird noch besser: Paul Hartmann, Siffermöder vom Schlitzerkiez und ehemals  für Macher tätig, soll daraufhin "aus Rache" gegen die Rosenkreuzer vorgegangen sein. Ein peinlicher Versuch, Stimmung zu machen, sagen wir nur dazu, feiger Krüppler.

 
             
   

   
 

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